GESCHICHTE DER DRESDNER KAMERAS
 

Ihagee Kamerawerk AG Dresden

 

 


Dresdner Kameras - Nacht-Exakta
Baujahr 1935, Gewicht: 0,9 kg
Höhe: 7,9 cm


Exakta Varex IIa - Baujahr 1961
Gewicht: 0,8 kg, Höhe: 9,3 cm

Die Technikgeschichte der einäugigen Kleinbild-Spiegelreflexkameras begann 1936 mit der Kine Exakta. Vom Wagnis des damaligen Ihagee Kamerawerk Steenbergen & Co. entwickelte sich dieser Kameratyp zum Welterfolg. Noch heute sind einäugige Kleinbild-Spiegelreflexkameras gefragte Modelle in aller Welt. Dem konstruierenden Mechaniker KARL NÜCHTERLEIN ist es zu danken, daß er mit Weitsicht, allen Zweiflern zum Trotz, mit der Kine Exakta eine neue Epoche im internationalen Kamerabau eingeleitet hat. Die Folgemodelle der Kine Exakta berücksichtigen immer den fortgeschrittenen Stand der Technik. Die vergrößerte Schwenklupe am Lichtschacht und eine veränderte Halterung des ansteckbaren Vakublitzgerätes waren die wesentlichsten Änderungen in der Modellreihe der Kine Exakta, die bis Anfang 1950 produziert wurde. Die nachfolgende Exakta Varex hatte ihre Besonderheit in den wechselbaren Sucherelementen. Die Folgemodelle Exakta Varex IIa, Exakta Varex IIb und die Baureihe der Exakta VX 1000/500 setzten die Exakta-Tradition fort. Ende 1970 wurde die letzte Ihagee-Exakta-Kamera ausgeliefert. Für andere Kameratypen war das Jahr 1949 besonders bedeutsam. Die Contax S wurde als erste einäugige Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit festem Pentaprismensucher vorgestellt, ebenso die Praktica. Eine völlige Neukonstruktion gegenüber der früheren Praktiflex von 1939, die bereits einen Rückkehrspiegel besaß.

 


Praktiflex - Baujahr 1939
Gewicht: 0,8 kg, Höhe: 8,6 cm

Ihagee Kamerawerk AG Dresden
Richard Hummel
Ihagee Kamerawerk Steenbergen & Co. Dresden
1912 gegründet;
seit 1942 Ihagee Kamerawerk AG;
1943 emigriert der Firmengründer Johann Steenbergen;
1951 Ihagee bleibt Privatbesitz, _________________________ wird aber von der OPTIK VVB in Jena verwaltet;
1970 de facto Liquidation;
ab 1971 Fertigungsstätte im _________________________ Kombinat VEB Pentacon Dresden.


Praktica - Baujahr 1963
Gewicht: 0,7 kg, Höhe: 8,1 cm

Die Konzeption der Praktica-Kameras war erfolgsträchtig. Dem Grundmodell von 1949 folgten insgesamt 13 unterschiedliche Praktica-Baureihen mit insgesamt 105 Einzelmodellen. Fast 8 Millionen Praktica-Kameras wurden in Dresden produziert. Die letzte Praktica-Konstruktion von 1990, die Praktica BX 20s, wurde Dank ihrer ausgereiften Technik zum Basismodell der Kameraproduktion der 1991 gegründeten Schneider Feinwerktechnik GmbH & Co, KG in Dresden. Doch nicht nur Spiegelreflexkameras wurden in Dresden hergestellt, sondern auch eine Vielzahl von Geräten der Fototechnik. Hervorzuheben sind die Zeitlupengeräte Pentazet für Bildfrequenzen bis zu 40.000 Bildern pro Sekunde, Röntgenfilm-Entwicklungsautomaten und das komplexe Pentakta-Mikrofilm-Gerätesystem zur Herstellung und Nutzung von Microfiches in der modernen Informationstechnik.

PENTACON

 

Pentacon der Firmenname eines zeitweise bedeutenden Fotokameraherstellers in Dresden.
Der Name Pentacon leitet sich von Pentagon (lat. Fünfeck) ab, da ein in Dresden erstmals entwickeltes Prisma für Spiegelreflexkameras im Querschnitt diese Form besitzt. Bei Pentacon wurden vor allem Kameras der Praktica- Reihe und die Pentacon SIX sowie die Pentacon Super hergestellt.

1959 fusionierten mehrere Dresdner Kamerahersteller zum VEB Kamera- und Kinowerke Dresden, der ab 1964 als VEB Pentacon Dresden firmierte. 1968 wurde der VEB Feinoptisches Werk Görlitz zum VEB Pentacon angegliedert und damit die Namen der Objektive von "Meyer-Optik Görlitz" auf "Pentacon" umgestellt. Die heutige Pentacon GmbH gehört heute zu den Jos. Schneider Optische Werke, Bad Kreuznach.

Allerdings wurden nicht nur Kameras sondern auch Objektive und Zubehör unter dem Namen Pentacon vertrieben.

Ein Teil des früheren Pentacon wurde der Familie Noble rückübertragen und gehört heute zum Kamera Werk Dresden, das unter anderem Panoramakameras der Marke NOBLEX und Industriekameras der Marke LOGLUX herstellt.

 

 

 

___________________________ Der legendäre Pentacon Tower in Dresden

 

 

 

 

Quelle: Wikipedia / Richard Hummel /


verschiedene populäre Praktica Modelle _--_

PRAKTICA

Praktica ist ursprünglich der Markenname für eine Baureihe von Spiegelreflexkameras des Herstellers Pentacon aus Dresden. Die in der DDR gefertigten Fotoapparate wurden auch ins Ausland exportiert und beispielsweise in Westdeutschland von Quelle unter dem Markennamen RevueFlex verkauft. Die erste Praktica-Kamera – die Praktiflex – wurde von Siegfried Böhm konstruiert, im Jahre 1949 vorgestellt und von der Mechanik Kamera Werkstätten VEB Niedersedlitz gefertigt. Dieser VEB war ursprünglich 1919 als Kamera-Werkstätten Guthe & Thorsch GmbH von Benno Thorsch und Paul Guthe in Dresden gegründet worden.

Seit den 90er Jahren tragen auch Ferngläser, Digital- und Kompaktkameras die Markenbezeichnung "PRAKTICA". 2001 wurde die Herstellung von Spiegelreflexkameras der Marke Praktica eingestellt.

Seit 2002 gibt es Digitalkameras der Marke Praktica, 2004 wurde mit der Produktreihe Luxmedia begonnen. Optiken werden auch beispielsweise für Polaroid und dessen Foveon X3-Gemeinschaftsproduktion mit Sigma produziert. Zum Produktsortiment gehören auch Services wie Ausbe-lichtungen.

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DIE GESCHICHTE DER DIGITALKAMERA WIRD 30 JAHRE

Preisfrage: Wann wurde die erste Digitalkamera vorgestellt? Wer nun in seinem Gedächtnis kramt, wird sich kaum erinnern, dass es vor 1990 irgendwelche Geräte gegeben hätte. Der Durchbruch kam erst um die Jahrtausendwende, einige Jahre vorher wurden dank des Siegeszuges des Internets zumindest Webcams populär. Aber davor? Fehlanzeige.

Die erste Digitalkamera: 100.000 Pixel, farblos
Tatsächlich wurde die erste funktionstüchtige Digitalkamera bereits mitten in den 70ern von Kodak vorgestellt. Gut, das Gerät wäre vielleicht kein Kassenschlager geworden, mit seiner Garagenbastel-Optik und seinen über vier Kilo Lebendgewicht: Der Schwarzweiß-Sensor brachte es auf gerade einmal 0,1 Megapixel, also eine Auflösung, die sich vielleicht für Avatare im Netzwelt-Forum perfekt eignet, für alle anderen Zwecke dann doch ein wenig zu gering ist. Ein Ausdruck eines solchen Bildes hätte gerade einmal Briefmarken-Größe. _________________________________________________________________ Auch Sportfotografen hätten ihre wahre Freude gehabt: Die brillanten Bilder brauchten gerade einmal 23 Sekunden, um auf einer Datasette gespeichert zu werden, das ist eine Audiokassette, nur dass eben Computer-Daten darauf gespeichert werden. Von Auslöseverzögerung sprach damals noch niemand, die seinerzeit bereits hoch entwickelten Analog-Kameras machten digitale Bildaufzeichnung vorerst überflüssig. Niemand hätte sich damals denken können, dass die Nachfahren des unhandlichen Klotzes eines Tages die analogen Kameras ablösen könnten. Und erst recht nicht, dass sich derartige Geräte eines Tages in winzige Computer oder gar tragbare Telefone einbauen lassen würden.

Glauben an die Zukunft
Dennoch: Steve Sasson, damals Ingenieur bei Kodak und Erfinder der Digitalkamera glaubte bereits 1975 an das Potential seiner Erfindung. Er hatte den Auftrag bekommen, eine Kamera zu entwickeln, die ohne Film funktionierte. Das Ergebnis war die erste Digitalkamera: "Dies könnte die Art und Weise wie Leute fotografieren entscheidend verändern." Sasson sollte Recht behalten, auch wenn es noch gut und gerne 20 Jahre dauern sollte, bis die Digitalkamera die Welt eroberte. ______________ Erste Versuche gab es bereits in den 1980er Jahren. 1981 stellte Sony auf der Photokina in Köln ein System vor, das eine kleine Revolution darstellte: Die "MAVICA", eine Abkürzung für "Magnetic Video Camera". Sony legte damit den Grundstein für heutige Digitalkameras, auch wenn die Technik noch alles andere als digital war: Die Kamera speicherte bis zu 50 Bilder mit einer Auflösung von bis zu 570x490 Pixeln als analoges Videosignal auf einer speziellen 2-Zoll-Diskette.

Eine kleine Revolution: Die MAVICA
Mit einem speziellen Abspielgerät für diese Disketten ließen sich die Bilder am Fernseher vorführen. Wer damals Bilder am Computer bearbeiten wollte, musste einen speziellen Analog-Digitalwandler kaufen, der die Bilder digitalisierte. Das allerdings dürften sich nur wenige Kunden zugelegt haben, waren doch PCs gerade erst auf den Markt gekommen und auch andere Heimcomputer kaum leistungsfähig genug, um Bilder zu bearbeiten - selbst der C64 war zu diesem Zeitpunkt noch Zukunftsmusik, Computerfans investierten ihr Taschengeld in Commodores VC20 oder den Sinclair Spektrum. _________ Dennoch: Die Mavica stellte eine Revolution dar, war es doch erstmals mit einem käuflichen Produkt möglich, Bilder ohne Umweg über einen Film zu schießen. Der Vorteil war enorm, war es doch endlich möglich, Bilder sozusagen in Echtzeit per Video-Technik zu übermitteln, via Videoübertragung. Es darf nicht vergessen werden, dass E-Mail und alle anderen modernen Kommunikationsmethoden noch in den Kinderschuhen steckten. Heute ist es selbstverständlich, dass ein Foto via E-Mail binnen Sekunden an jedes Ende der Welt geschickt werden kann – vor 25 Jahren undenkbar, zumindest für Privatpersonen.

Bildübertragung früher: Faxen machen
Ein Experte der DPA erklärt gegenüber netzwelt, wie umständlich die Bildübertragung der Nachrichtenagenturen im Analog-Zeitalter erfolgte. "Der Film wurde entwickelt, das Bild schwarzweiß abgezogen, vergrößert und per Trommelscanner eingescannt und per Telefonleitung übertragen. Das war natürlich extrem aufwändig." Im Grunde so ähnlich wie heutiges Faxen. Moment, Scannen und Faxen? Gibt es solche Geräte überhaupt schon so lange? "Ja, Vorläufer des Fax-Gerätes gibt es bereits seit dem 2. Weltkrieg, zum Beispiel den sogenannten Hellschreiber, ein System, das in den 40ern von einem deutschen Ingenieur entwickelt wurde. Die Qualität war natürlich nicht berauschend." ____________________________...._ Die problematische Übermittlung via Fax schaffte die nötige Nachfrage nach den MAVICA-Systemen. Schon 1984 wurden die ersten "hochwertigen" MAVICA-Bilder von den olympischen Spielen in Los Angeles per Video-Technik nach Japan übermittelt. Die Datenübertragung war damit nicht nur extrem beschleunigt, sondern auch stark vereinfacht worden. Allerdings noch nicht für den Consumer-Markt, das erste MAVICA-Gerät für diesen Bereich kam 1986 auf den Markt, die Canon RC-701. Für rund 2000 Euro war sie käuflich zu erwerben, ein stolzer Preis für eine Kamera mit gerade einmal 187.200 Pixeln Auflösung. Ohne Zusatzgeräte war das Gerät zudem kaum brauchbar, Abspielgeräte und Transmitter wurden für eine sinnvolle Benutzung benötigt, womit der Preis schnell den eines Mittelklasse-Wagens überschritt.

Der Durchbruch der Digitalkamera
Die MAVICA-Technologie stellte sich dummerweise mit dem Durchbruch der Heim- und Personalcomputer als technische Sackgasse heraus. Seit 1988 gab es Bildverarbeitung, zumindest auf dem Macintosh. Und auch das JPEG-Format erblickte das Licht der Welt. Die teuren Analog-Digitalwandler, die nötig waren, um die analoge Information der MAVICA-Systeme für den Computer nutzbar zu machen, verschlechterten die Bildqualität unnötig und trieben den Preis für die Kamera-Systeme in die Höhe. Doch es sollte noch einige Jahre dauern, bis sich auch Herr Jedermann an einer Digitalkamera erfreuen durfte.

Die erste "echte" Digitalkamera kam 1991 auf den Markt. Bei der DCS-100 von Kodak handelte es sich tatsächlich um den Urahn heutiger Digitalkameras. Es war eine modifizierte Spiegelreflex von Nikon: Statt eines Films war ein CCD-Sensor mit 1,3 Megapixeln hinter dem Objektiv angebracht. Allerdings war die Elektronik noch mehr als sperrig und musste "ausgelagert" werden, und zwar in eine rund fünf Kilo schwere Umhängetasche. Die hatte dann aber immerhin einen Monitor zur Überprüfung der Bilder, die auf einer Festplatte mit 200 Megabyte Speicher abgelegt wurden. Der Preis für das System war allerdings extrem, rund 25.000 Euro machten die DCS-100 zu einem reinen Profi-System. Zeitgleich kam die erste Version von Adobe Photoshop auf den Markt, wodurch die Digitalfotografie auch für die breite Masse interessant wurde.

Logitech Fotoman: Die erste für alle
Noch im gleichen Jahr sollte allerdings auch die erste echte Consumer-Digitalkamera das Licht der Welt erblicken. Logitech, heute eher bekannt für Webcams und Mäuse, lieferte den "Fotoman". Die Kamera war auch für den Normalsterblichen erschwinglich, erinnert von den technischen Daten her jedoch eher an die ersten Handy-Kameras: 376x240 Pixel, Festbrennweite und Schwarzweiß-Aufnahmen waren Garanten für schlechte Bildqualität. Dennoch: Seinerzeit war der Fotoman eine kleine Revolution. 32 Bilder im JPEG-Format ließen sich auf dem internen Speicher ablegen, Speicherkarten gab es zwar bereits, diese waren aber unerschwinglich und wurden deshalb auch nicht im Fotoman verwendet. Auch auf ein Display oder Zoom wurde verzichtet. 1993 kam eine erweiterte Version mit Farbaufnahme und höherer Auflösung auf den Markt, der Fotoman Plus. ___________________________________________________________________________..__ Der Damm war gebrochen, die digitale Fotografie wurde populär, auch wenn die Auflösungen und Fähigkeiten der Kameras noch mehr als zu wünschen übrig ließen. Es sollte noch lange dauern, bis die magische 2-Megapixel-Grenze im Consumer-Bereich überschritten werden sollte. Zuerst widmeten sich die Hersteller der Alltagstauglichkeit der digitalen Knipser. Immer mehr Funktionen wurden eingebaut, schon bald kamen Autofocus, Zoom und Bildschirm dazu. Als die Preise unter 1000 Euro rutschten, begannen sich auch die Hobbyfotografen für die neue Technik zu interessieren.

Brauchbare Technik seit 1995
1995 stellte Casio die erste "echte" Digitalkamera für den Consumer-Bereich vor. Die technischen Daten der Casio QV-10 wirken aus heutiger Sicht lausig: Halbe VGA-Auflösung von gerade einmal 320x240 Pixeln, kein Zoom, dafür aber ein Farbdisplay. Die Kamera war, verglichen mit aktuellen Modellen, mehr als klobig, unterschritt allerdings schnell die magische Preisgrenze von 1000 Euro, weshalb sie sich recht gut verkaufte. Speicherkarten wurden in dieser Kamera noch nicht verwendet, Konkurrenzmodelle setzten auf 3,5"-Disketten oder Fixspeicher. Von Microdrive hatte noch niemand gehört, Speicherkarten mit heutigen Kapazitäten waren noch nicht vorhanden und wären auch nicht sonderlich erschwinglich gewesen. Immer schneller folgten die Modelle, der wirkliche Durchbruch kam aber erst im neuen Jahrtausend, wurden die Kameras doch immer leistungsfähiger, kompakter und günstiger. Große Speicherkarten und neue Computer-Technologien, zum Beispiel der USB-Anschluss, machten die Digitalkameras für die breite Masse der Bevölkerung interessant. Und wie es so ist in der Marktwirtschaft entwickeln sich Zweige mit hohen Gewinnspannen besonders gut. Innerhalb von nur fünf Jahren zogen die durchschnittlichen Bildauflösungen von rund einem auf inzwischen etwa sechs Megapixel an. Auch die Speicher-karten wurden in kürzester Zeit enorm verbessert. Waren 1998 noch Compact-Flash-Karten mit Kapazitäten von 48 Megabyte State-of-the-Art, sind inzwischen problemlos vier Gigabyte und mehr möglich. Die hohen Auflösungen heutiger Kameras benötigen allerdings auch entsprechend große Datenträger. Zwischenzeitlich kamen auch alternative Systeme auf den Markt, zum Beispiel Disketten mit hoher Kapazität oder Minidisk-ähnliche magnetisch-optische Speicher. Die arbeiteten jedoch mit stromgieriger Mechanik und konnten sich deshalb nicht gegen die sparsamen Speicherkarten durchsetzen. _____________ Zur Zeit ist die Digitalkamera dabei, die analoge Fototechnik vollständig abzulösen. Digitalbilder umrunden den Erdball dank des Internets in wenigen Sekunden und in nie zuvor gesehener Qualität. Es werden kaum noch neue Analogkameras verkauft, höchstens Profis greifen noch zum guten, alten Film. Die Kapazitäten der Bildsensoren explodieren, erst kürzlich stellte Kodak einen Bildsensor mit 39 Megapixeln vor, womit sich die digitale Fototechnik langsam aber sicher den Auflösungen von analogem Filmmaterial annähert. Die ist nämlich aufgrund der Partikelgröße der Silberoxyd-Beschichtung auch nicht unendlich hoch.

...And the Winner is
Inzwischen finden sich Digitalkameras in fast jedem modernen Computersystem. Egal ob Handy, PDA oder MP3-Player, die kompakte Digitaloptik lässt sich fast in jede technische Spielerei integrieren, allerdings oft mit fraglicher Qualität. Sogar Computer dürften künftig immer öfter ab Werk mit Kamera daher kommen: Apples neuer iMac G5 wird ebenfalls mit einer fest eingebauten Kamera geliefert. Und das dürfte nicht die letzte Einsatzmöglichkeit der Digitalkamera sein, gibt es doch bereits Brillen und Schlüsselanhänger mit winzigen Kameras ._______________________________________________________________ (Quelle: Netzwelt / Christian Rentrop)

 

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aktuelle Superslim Exilim von Casio __________ 1975 - Die erste funktionierende Digicam von Kodak

MAVICA Werbung 1981 - Photokina

Sony Mavica MVC-FD mit normaler 3,5" Floppydisk als Speichermedium

Canon RC-701 damals für günstige 2000,- DM zu bekommen.

Kodak DCS-100 kostete 1991 "nur" 48.000,- DM in Verbindung mit Adobe Photoshop Version 1.0

Fotoman mit 376x240 Pixeln

elegant - Apple iMac G5

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GESCHICHTE DER ANALOGEN FOTOGRAFIE
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Die beiden Franzosen Nicéphore Niepce und Louis Daguerre gelten als die Entdecker der Fotografie. Sie entwickelten die ersten Techniken und chemischen Verfahren, die es ermöglichten, Bilder festzuhalten. Dann folgten Jahrzehnte der stetigen technischen Weiterentwicklung. Mit der Einführung der ersten Kodak-Kamera im Jahr 1889 erreichte die Entwicklung einen Stand, der sich im Wesentlichen bis heute halten konnte. Erst die Elektronik und schließlich die Digitalisierung haben ein neues fotografisches Verfahren hervor gebracht.

Die ersten Bilder von Niepce
Der Franzose Joseph Nicéphore Niepce (1765-1833) gilt als derjenige, der Bilder als erstes auf eine lichtempfindliche Schicht bannen konnte. Er nahm eine "Camera Obscura" zur Hilfe, einen lange bekannten Apparat, mit dem sich Bilder der Außenwelt auf Flächen projizieren ließen. Es gelang ihm, diese Bilder auf Chlorsilberpapier festzuhalten. Sie waren jedoch nicht lichtbeständig, verblassten schon nach kurzer Zeit. Erst 1826 schaffte es Niepce, das erste beständige Bild anzufertigen: Es zeigt den Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers. Mit Belichtungszeiten von bis zu acht Stunden war es jedoch unmöglich, Menschen oder sich bewegende Gegenstände zu fotografieren. Daguerre, ein erfolgreicher Theatermaler, erfuhr von den Arbeiten Niepces und war so fasziniert, dass er sein Partner wurde. Fieberhaft versuchten die beiden einen Weg zu finden, um die Belichtungszeiten zu verkürzen.

Kürzere Belichtungszeit und Mehrfachabzüge
Louis Jaques Mandé Daguerre (1787-1851) entdeckte nach jahrelangen Versuchen, dass schon durch kurze Belichtung einer Jodsilberplatte ein latentes (nicht sichtbares) Bild entsteht, das sich durch Bedampfung mit Quecksilber fixieren lässt. Louis Daguerre belichtete eine Fotoplatte, brach den Vorgang dann aber ab, weil das Wetter nicht mitspielte. Er verstaute die Platte in seinem Chemikalienschrank. Als er sie später wieder herausholte, entdeckte er überrascht, dass sich auf ihr ein Bild abzeichnete. Irgendetwas in seinem Schrank musste also die Belichtungszeit der Platte verkürzt haben. Er entfernt Stück für Stück alle Chemikalien aus dem Schrank und legte immer wieder eine frische Fotoplatte hinein, um herauszufinden, welche der Chemikalien diesen Effekt hervorgerufen hat. Am Schluss blieben nur ein paar Tropfen versehentlich verschütteten Quecksilbers übrig. Das, so begriff Daguerre, war des Rätsels Lösung. Mit Quecksilberdämpfen behandelte Fotoplatten benötigen kürzere Belichtungszeiten als unbehandelte. Es gelang ihm, die Belichtungszeiten auf vier Minuten im Sommer und 15 Minuten im Winter zu reduzieren. Daguerre und Isidore Niepce, der Sohn des inzwischen verstorbenen Pioniers, schlossen im Jahr 1839 einen Vertrag mit der französischen Regierung, die dadurch das Recht erhielt, die sogenannte "Daguerreotypie" der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Regierung hielt die Entdeckung für so bedeutend, dass sie sich davon einen Popularitätsschub versprach. Bilder, die mit der "Daguerreotypie" entstanden, waren allerdings Unikate. Dieses Problem beseitigte William Henry Fox Talbot mit der so genannten "Kalotypie", einem Papier-Negativ-Positiv-Verfahren. Qualität und Brillanz waren zwar nicht mit der "Daguerreotypie" zu vergleichen, aber dafür war es möglich, von einem Bild mehrere Abzüge zu machen.

Die Plattenverfahren
Das Verfahren von Talbot hatte eine niedrige Auflösung und war grobkörnig. Auch die Maserung des Papiers war immer deutlich sichtbar. Frederick Scott Archer überwand dieses Manko 1851 mit seinem "Nassen Kollodiumverfahren". Der Name stammt von der in Äther aufgelösten Baumwolle (Kollodium), die dabei verwendet wurde. Damit trug man das lichtempfindliche Material (Silberhalogenid) auf Glasplatten auf. Die Auflösung war deutlich besser, doch der Aufwand blieb enorm. Kollodium ist eine farblose, klebrige Masse, die an der Luft schnell erhärtet. Belichtung und Entwicklung musste deshalb erfolgen, bevor das Material getrocknet war. Der nächste Durchbruch gelang 1871 Richard Leach Maddox. Mit einer Bromsilber-Gelatine-Schicht schaffte er es, eine Trockenplatte zu entwickeln, die den Nassplatten an Empfindlichkeit in nichts nachstand.

Der Rollfilm
Die Platten, die in den frühen Jahren der Fotografie als Träger für die lichtempfindliche Schicht benutzt wurden, erschwerten die Handhabung wesentlich. Nicht nur das Gewicht war störend: Für jedes Bild musste auch eine neue Platte in den Fotoapparat eingelegt werden. George Eastman entwickelte deshalb zusammen mit einem Partner 1889 den Rollfilm. Jetzt war es möglich, mehrere Bilder hintereinander zu machen. Der Rollfilm war auch die Voraussetzung für Thomas Alva Edison, seine erste Filmkamera zu bauen. George Eastman war es auch, der auf die Idee kam, den Fotografen den lästigen und aufwendigen Prozess des Entwickelns und Abziehens abzunehmen. Für seine ersten selbstentwickelten Kameramodelle bot er diese Arbeiten als Dienstleistung an. Wer seinen Rollfilm vollgeknipst hatte, konnte den ganzen Apparat an Kodak einschicken und bekam wenig später die Abzüge und eine mit einem frischen Film bestückte Kamera zurück. Das ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb die Fotografie ab der Jahrhundertwende zu einem Massensport werden konnte.

Rolleiflex - Der Klassiker unter den Kameras
1928 kam die zweiäugige "Rolleiflex" auf den Markt und setzte sich rasch als Reportage-Kamera durch. Sie war voluminöser als die Leica, aber immer noch viel handlicher als alle älteren Modelle. Vor allem war sie mit einer sehr hochwertigen Optik ausgestattet und war insgesamt sehr sorgfältig verarbeitet. Die Rolleiflex arbeitete mit Filmmaterial im sogenannten Mittelformat, das etwas größer als die Kleinbildfilme war. Alles in allem konnten mit dieser Kamera sehr brillante und detailreiche Fotos gemacht werden. Die "Rolleiflex" hatte noch eine Besonderheit, die die Fotografen schätzten: Sie hatte ihren Sucher an der Oberseite, so dass der Fotograf den Apparat bequem vorm Bauch hängen lassen konnte, während er seine Bilder machte.

Kleinbildkameras und Farbfilme
Durch die verbesserte Lichtempfindlichkeit der Filme wurde es in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts möglich, Klein- und Kleinstbildkameras herzustellen. Schon 1905 hatte Oskar Barnack die Idee, das Negativ-Format zu verkleinern, und die Fotografien nachträglich zu vergrößern. Als Entwicklungsleiter bei Leica entwarf er zehn Jahre später die erste Kleinbildkamera der Welt. Der 1. Weltkrieg verzögerte allerdings die Weiterentwicklung. Erst in den 20er Jahren stellte Barnack die erste Leica fertig, die 1925 offiziell vorgestellt wurde. Das war eine Sucherkamera mit einem Objektiv von 50mm Brennweite, ein Standard der später hundertfach kopiert wurde. Neben der Sucherkamera konnte sich ab den 50er Jahren die Spiegelreflexkamera etablieren. Das Prinzip: der Lichteintritt wird in den Sucher gespiegelt. Dadurch kann der Fotograf genau sehen, was später das Bild zeigen wird. Der Umlenkspiegel, der das Bild in den Sucher projiziert, klappt beim Auslösen beiseite, so dass der Lichtstrahl den Film belichten kann. Einen wichtigen Akzent setzte noch die Firma Agfa, als es ihr 1936 gelang, einen Farbfilm zu entwickeln. Im Jahr 1939 kamen die ersten farbigen Negativ-Positiv-Filme auf den Markt.

Die "Ur-Leica" - Der Klassiker unter den Kameras
Mit der Entwicklung der ersten Kleinbildkamera von Leica, die ab 1925 angeboten wurde, erhielt der Fotojournalismus einen regelrechten Schub. Sie war klein und leicht, und das machte sie vielseitig einsetzbar. Denn für die Leica brauchte man nicht mehr unbedingt ein Stativ, sondern konnte aus der Hand fotografieren. Dadurch konnte der Journalist auch auf Unvorhergesehenes schnell reagieren. Und er konnte, wenn er wollte, mit dem kleinen Apparat fast unbemerkt arbeiten. Erich Salomon, der Pionier des "heimlichen Schnappschusses", nutzte als erster diesen Vorteil, um Prominente in alltäglichen Situationen zu porträtieren. Eine Nachfolgerin der Ur-Leica, die "M3", war mit einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet, das es erlaubte, auch ausgedehntere Szenerien einzufangen. Dadurch wurde sie zum festen Inventar der Kriegsberichterstatter.

Nikon F - Der Klassiker unter den Kameras
Im Jahr 1959 kam die Nikon F auf den Markt, eine ausgesprochen robuste und präzise arbeitende Spiegelreflexkamera, bestückt mit vielen technischen Neuerungen. Der Verschluss führte die gewählten Belichtungszeiten mit höchster Genauigkeit aus. Zusätzlich war der Objektivwechsel durch das sogenannte Wechselbajonett vereinfacht worden. Das Objektiv ließ sich mit einem schnellen Handgriff abnehmen oder aufsetzen. Die Nikon F verfügte auch als erste Kamera über einen elektrischen Antrieb für den Filmtransport, der es ermöglichte, Fotos in schneller Folge aufzunehmen. Das erwies sich vor allem bei bewegten Objekten als sehr vorteilhaft. Wie stabil die Kamera gebaut war, illustriert eine angeblich wahre Geschichte: Der Fotograf Bruno Arnold war Anfang der 70er Jahre für die Illustrierte "Quick" in Vietnam. Er wollte einen Soldaten in seinem Schützengraben fotografieren, also baute er den Apparat vor ihm auf. Dann trat er beiseite, um per Fernauslöser seine Bilder zu machen. In diesem Augenblick schoss ein Scharfschütze auf den Soldaten, traf aber die Kamera. Und tatsächlich soll die Kugel in dem Fotoapparat stecken geblieben sein. Die Kamera wurde zwar dem Soldaten gegen den Kopf geschleudert, rettete ihm aber das Leben.

Die digitale Revolution
Die Verwendung von immer mehr Elektronik ließ die Fotoapparate immer komfortabler werden. 1963 stellte die Firma Canon die erste Kamera mit automatischer Schärfeeinstellung vor. Rund zehn Jahre später folgt eine vollelektronische Kamera von Rollei, die Blende, Verschlusszeiten und Schärfe selbsttätig einstellen konnte. Gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts wurde die gesamte fotografische Technik dann noch einmal durch die Digitalisierung revolutioniert. Nun war es möglich die Fotos nicht mehr auf Filmmaterial, sondern auf digitalen Datenträgern zu speichern. Das ist billig und vereinfacht den Umgang mit dem Bild. Es kann direkt betrachtet und gegebenenfalls sofort gelöscht werden. Das Internet vereinfacht auch den weltweiten Austausch von Bildern, die als Dateien vorliegen. Bildbearbeitungssoftware erleichtert die nachträgliche Bearbeitung und ermöglicht es so, Fehler im Foto auszubessern. Heute kann jeder mit Hilfe geeigneter Software seine Bilder nachbessern oder manipulieren.

(Quelle: Planet Wissen / Salim Butt)

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Auf diesem historischen schwarz-weiß Porträt ist Joseph Nicéphore Niepce zu sehen (Rechte: dpa) .
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. Joseph Nicéphore Niepce .
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Das schwarz-weiß Foto zeigt Louis Daguerre. Er sitzt, leicht eingesunken auf einem Stuhl, stützt den rechten Arm auf die Rückenlehne und greift sich dabei mit den gestreckten Fingern ins Haar.(Rechte: dpa) .
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. Louis Daguerre, Wegbereiter der Fotografie .
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Diese Zeichnung zeigt eine Plattenkamera aus dem Jahr 1866, neben der ein Fotograf steht. Das Erstaunliche ist der Größenvergleich: Die Kamera ist inklusive Stativ fast doppelt so groß wie der Fotograf.(Rechte: WDR) .
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. Wer große Fotos wollte, musste 1866 auch noch eine große Kamera verwenden. .
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Das schwarz-weiß Foto zeigt die erste Kodak-Kamera. Rechts daneben liegt die Halterung für den Rollfilm, die in die Kamera eingeschoben wurde. (Rechte: Kodak) .
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. Die Kodak Nr. 1, rechts der Rollfilm inklusive Halterung .
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. Die Ur-Leica, Prototyp der Kleinbildkamera

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Auf diesem schwarz-weißen Foto ist die erste Kamera der Firma Leica, die sogenannte Ur-Leica zu sehen. (Rechte: Leica) .
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. Die erste Kleinbildkamera von Leica .

 

Auf diesem Foto ist die Spiegelreflexkamera Nikon F zu sehen (Rechte: Nikon) .
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. Spiegelreflexkamera Nikon F .
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. Der erste Digicam-Prototyp von 1975 | Quelle: AP .
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ganz NEU!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Analoge Fototechnik

Als im Pentacon gelernter Feinmechaniker-Meister und Ing. Industrieelektroniker für Foto-Kino-Optik, ist für Herrn Hahn die Liebe zur bewehrten analogen Fototechnik nach wie vor groß. Alles kann repariert werden was nicht gerade vom LKW überrollt wurde. Viele Fans aber auch Profifotografen bevorzugen heute noch, trotz digitalem Zeitalter, das Althergebrachte, einfach weil es wirklich gute und zuverlässige Technik ist. Jeder der schonmal einen guten Diavortrag erlebt hat, weiss wie fantastisch dieses analoge Medium sein kann. Interessant für alle Fans und die die es werden wollen sind mit Sicherheit unser großer An- und Verkauf - in dem immer ein Schnäppchen zu schlagen ist, aber auch unserere historischen Beiträge zur Geschichte der analogen Fotografie und speziell zur Geschichte der Dresdner Kameras.

Wir sind authorisierter Fachhändler dieser Hersteller: ______ und bieten immer die aktuellen Modelle, kompetenten Service und eine große Auswahl an Zubehör dafür.

Diese Marken führen wir für Sie in unserem Sortiment

Kamera oder Fotoapparat?

Die Bezeichnung Kamera für einen Fotoapparat leitet sich von dem lateinischen Namen "Camera obscura" ab. So nannte man früher jene Räume oder Kammern, in denen das durch eine kleine Öffnung fallende Licht ein seitenverkehrtes, auf dem Kopf stehendes Abbild auf die gegenüberliegende Wand warf. Dieses Phänomen verwenden auch moderne Kameras zum "Einfangen" ihrer Bilder. Nur wird das flüchtige Bild im dunklen Gehäuse der Kamera von einem lichtempfindlichen Material, einem Film oder CCD Chip aufgefangen. Grundsätzlich arbeiten somit auch die modernsten elektronischen Kameras nach dem gleichen Prinzip wie die Kameras von Anno dazumal. Damit der Film oder der CCD Chip das Bild festhalten kann, muß es genügend lange bzw. hell genug projiziert werden. Die exakte Menge an Licht, die ein Film für das Festhalten eines Bildes braucht, wird durch die Größe der Verschlußöffnung (Blende) und die Dauer der Öffnungszeit bestimmt (Belichtungszeit). Zusätzlich muß sichergestellt sein, daß ein scharfes, nicht verschwommenes Bild auf den Film oder CCD Chip projiziert wird. Dazu dient das Linsensystem des Objektivs. Die Qualität seiner Linsen und die Genauigkeit seiner Einstellung entscheiden über die Güte der Abbildung und damit auch der Qualität des Bildes.

Spiegelreflexion...

Spiegelreflex- oder SLR Kameras heißen so, weil sie das Motiv über ein Spiegelsystem in den Sucher projizieren. Im Augenblick der Aufnahme klappt dieser Spiegel nach oben, verschließt den Suchereinblick und gibt den Verschluß, hinter dem sich der Film befindet, frei. Dieses System hat den Vorteil, daß für das eigentliche Foto und das Sucherbild dasselbe Objektiv verwendet wird und beide daher weitgehend identische Ausschnitte zeigen. Der Fotograf genießt auch die Vorteile der Belichtungsmessung durch das Objektiv und kann Blende und Verschlußzeit überprüfen. Ebenfalls gibt es eine große Zahl von Wechselobjektiven und Zubehörteilen, was eine außergewöhnliche Vielseitigkeit ermöglicht.

Geschichte der analogen Fotografie _____________________ . > hier weiterlesen

Geschichte der Dresdner Kameras _____________________ _. > hier weiterlesen

Geschichte der digitalen Fotografie ____________________ _. > hier weiterlesen _______________________________________________ ^top

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